Wie die Zeit vergeht! Jetzt ist es schon fast 10 Jahre her, dass ich mich mit Zucht zu beschäftigen begonnen habe. Im Laufe der Jahre sind es langsam auch immer mehr Katzen geworden und man kann mich heute sicher nicht mehr als kleine Cattery bezeichnen. :-) Trotzdem ist mein Anspruch, jeder Katze die liebevolle Zuwendung zu geben, die sie braucht, stets aufrecht geblieben. Immer noch sind meine Katzen die verwöhnten Kuscheltiere, die sie immer waren - in meinem Leben dreht sich einfach alles um sie, und sie haben absolute Priorität vor ALLEM anderen.
Mein Haus ist vorrangig für kätzische Bedürfnisse gestaltet, zusätzlich haben die Katzen auch mehrere Freigehege mit insgesamt 200m² zum täglichen Frischlufttanken zur Verfügung (wenn es das Wetter erlaubt). Sie lieben es, da herumzutoben oder sich zu sonnen. Leider haben es meine englischen und historischen Rosen (meine 2. Leidenschaft) bei diesen kleinen Wildlingen oft wirklich schwer, bis zur Blüte zu kommen, und Zimmerpflanzen hab' ich sowieso fast keine mehr! *seufz* |
Besonders am Herzen liegt mir die Gesunderhaltung der Maine Coons als natürliche Rasse. Der Mensch tendiert leider unverändert dazu, alles kaputt zu machen, was er in die Finger bekommt! :-( Daß die Maine Coon in den letzten Jahren zu Moderasse geworden ist und es Unmengen an Züchtern gibt, die nur von Ehrgeiz und Gewinnstreben getrieben sind und sich zusätzlich durch peinlichste fachliche Unkenntnis auszeichnen, sodass sie nur auf optische Merkmale wie Riesenohrpinsel oder extreme Größe selektieren, hat bereits schlimme Folgen! Viele Tierärzte verdrehen schon die Augen, wenn sie das Wort Maine Coon hören. Bei ihnen steht die Rasse mittlerweile oftmals für Allergien, Zahnfleischprobleme und immer öfter auch für charakterliche Mängel.
Diese Probleme haben sich schon abgezeichnet, als ich 2001 zu züchten begonnen habe, und für mich bedeutete das von Anfang an in logischer Konsequenz, daß ich niemals nur für Showerfolg oder irgendwelche temporären Moden züchten werde. Weder besondere Größe noch extremer Look gehören zu meinen vorrangigen Zuchtzielen. Dafür lege ich besonderes Augenmerk auf genetische Vielfalt durch Verringerung des Inzuchtwertes, robuste Gesundheit und natürlich auch auf einen lieben Charakter. Ich versuche, ein harmonisches und ursprüngliches Aussehen zu erhalten und verpaare Tiere aus in Europa seltenen US-Showlinien, neuen Foundations- und Outcrosslinien zu interessanten und genetisch wirklich einmaligen Kombinationen. Natürlich gibt es auch bei mir gelegentlich sehr große Nachzuchten mit 10kg und darüber, oder mit langen Pinseln auf den Ohren, aber weder strebe ich das als vorrangiges Ziel an, noch würde ich je dafür Kompromisse bei den *wirklich* wichtigen Dingen machen. |
Zur Zucht setze ich ausschließlich sorgfältig nach bester Gesundheit, ursprünglichem Typ, liebem Charakter und seltenen Blutlinien ausgewählte Kater und Kätzinnen ein. Alle Katzen sind auf Leukose und FIV negativ getestet und stehen unter ständiger tierärztlicher Kontrolle durch ein erstklassiges Tierärzte-Team, für das ich gerne auch den weiten Weg in die Steiermark auf mich nehme. Sie werden nach dem aktuellen Impfschema der Universität München geimpft und erhalten bei Bedarf auch zusätzlich alternativmedizinische bzw. homöopathische Hilfe.
Außerdem bin ich davon überzeugt, daß erstklassige Ernährung eine der Hauptsäulen für ganzheitliche Gesundheit und auch ein intaktes Immunsystem ist. Darum füttere ich ausschließlich das bestmögliche Futter. Es gibt hier kaum noch Trockenfutter, und wenn dann nur in hervorragender Qualität wie z.B. Almo, Acana oder Applaws. Vorrangig bekommen meine Katzen Feuchtfutter ohne Zucker,- Getreide- und Sojaeiweiß-Zusätze, aber immer öfter füttere ich eine sorgfältig zusammengestellte Roh-Kost (BARF), und die Katzen gedeihen prächtig! :-) Die Babies werden ausschließlich mit Rohfutter angefüttert und kommen nicht vor der 10. Lebenswoche mit industriell verarbeitetem Futter in Berührung, was sich sehr günstig auf den in Babies noch sehr empfindlichen Verdauungstrakt auswirkt. |
Ausserdem bin ich davon überzeugt, daß es Teil meiner Verantwortung als Züchter ist, meine Zuchtkatzen auf erbliche Krankheiten wie Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Nierenzysten (PKD), Hüftdysplasie (HD), sowie Patellaluxation (PL) untersuchen zu lassen. Das sollte jeder Züchter tun, Betonung auf *sollte*. Leider machen uns die Vereine in Bezug auf Gesundheitsvorsorge überhaupt keine Auflagen, man kann also ohne Probleme mit nicht einwandfreien oder sogar nachgewiesen erbkranken Tieren züchten.Hier ist der Käufer gefordert - bitte kaufen Sie nur von Züchtern, die nachweislich diese Untersuchungen REGELMÄSSIG durch FACHÄRZTEdurchführen lassen und Ihnen die Ergebnisse auch jederzeit schriftlich vorweisen können. Für Ihr teures Geld können Sie das vom Züchter erwarten, denn diejenigen, die sich diese Untersuchungen sparen, bieten ihre Tiere keineswegs wesentlich billiger an. Und auch wenn: was nützt Ihnen ein bißchen gespartes Geld, wenn sie im Gegenzug ein Tier erwerben, das nach nur wenigen Jahren schlimme Probleme hat oder gar tödlich erkrankt?
Da in den letzten Jahren zunehmend damit geworben wird, möchte ich gerne auch noch kurz auf das Thema HCM-Gentest eingehen: Seit 12/2005 steht weltweit ein Gentest auf eine der möglicherweise HCM-verursachenden Genmutationen zur Verfügung. Leider liegen auch nach nunmehr über 5 Jahren immer noch zu wenige Zahlen und Fakten für dessen Zuverlässigkeit vor, es bestehen sogar in Fachkreisen tw. große Zweifel daran. Und obwohl meine Katzen alle frei von dieser Mutation sind und ich auch nicht mit Tieren züchten möchte, die sie haben, gibt es für mich noch immer keine bessere Methode für das HCM-Risikomanagent als bestmögliche Kenntnisse in Rasse- und Linienkunde und dadurch Vermeidung diesbezüglich riskanter Vererberlinien sowie regelmässige Herzuntersuchungen mittels Ultraschall durch einen erfahrenen Spezialisten. Allgemein wird der erste Ultraschall vor dem ersten Zuchteinsatz empfohlen mit Wiederholungen in entsprechenden Abständen bis zu einem Alter von ungefähr 10 Jahren.
Leider kann auch gründliches und regelmässiges Testen keine 100% Garantie dafür sein, daß niemals eines meiner Babies eine dieser Erkrankungen entwickeln wird, aber es hilft doch sehr dabei, das Risiko zu minimieren.
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Bitte unterliegen Sie keinesfalls dem Irrglauben, daß diese Erbkrankheiten nur bei Maine Coons auftreten. Gene-tische Krankheiten gibt es in allen Lebewesen - leider eben auch in der gesamten Gattung Katze. HCM betrifft alle Katzen - vom hochgezüchteten Perser, Bengal, Sphinx, Norweger, Ragdoll, Briten, .... und wie sie alle heißen mögen, über den einfachen Stubentiger bis zur ursprünglichen Wildkatze. |
| Ich bin seit 2001 Mitglied in der TICA in den USA und seit 2004 bei TICA-Cats Deutschland. Gelegentlich können Sie uns auf Ausstellungen in Österreich und dem benachbarten Ausland antreffen. Ich freue mich, wenn Sie mich und meine Katzen persönlich kennenlernen möchten, also sprechen Sie uns ruhig an. :-) |
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